Keno-Regeln: So funktioniert Keno, so stehen die Chancen
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Keno ist in zwei Sätzen erklärt: Du tippst ein paar Zahlen, dann werden 20 von 80 gezogen. Je mehr deiner Zahlen dabei sind, desto höher die Auszahlung. Die Keno-Regeln sind also kein Hindernis. Interessanter ist die Mathematik dahinter, denn Keno gehört zu den Spielen mit dem höchsten Hausvorteil überhaupt.
Keno-Regeln: So läuft eine Runde ab
- Zahlen wählen. Auf dem Tippfeld stehen die Zahlen 1 bis 80. Du markierst je nach Anbieter 1 bis 10 davon (manche Versionen erlauben mehr). Jede gewählte Zahl heisst «Spot».
- Einsatz festlegen. Der Einsatz gilt für die ganze Runde, nicht pro Zahl.
- Ziehung. 20 der 80 Zahlen werden zufällig gezogen, online durch einen Zufallsgenerator, im Lotto-Keno mit Kugeln.
- Auswertung. Gezählt wird, wie viele deiner Zahlen unter den 20 gezogenen sind. Die Auszahlungstabelle legt fest, was du für wie viele Treffer bekommst.
Entscheidungen während der Runde gibt es keine. Dein einziger Einfluss liegt darin, wie viele Zahlen du tippst und wie viel du setzt.
Auszahlung: Wie die Tabelle funktioniert
Für jede Anzahl Spots gibt es eine eigene Tabelle. Sie nennt einen Multiplikator pro Trefferzahl. Mit wenigen Spots brauchst du fast alle Treffer, bekommst dafür aber öfter etwas. Mit 10 Spots beginnen die Auszahlungen häufig erst bei fünf Treffern, und der Höchstgewinn für 10 von 10 ist entsprechend gross.
Die Tabellen unterscheiden sich von Spiel zu Spiel deutlich. Zwei Keno-Versionen mit identischen Regeln können sehr unterschiedliche Auszahlungsquoten haben. Ein Blick in die Spielinfo lohnt sich deshalb immer.
Keno-Zahlen und ihre Wahrscheinlichkeiten
Jede einzelne Zahl wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 20/80 gezogen, also 25%. Alle getippten Zahlen gleichzeitig zu treffen, wird mit jedem zusätzlichen Spot rasant unwahrscheinlicher:
| Getippte Zahlen | Chance, alle zu treffen |
|---|---|
| 1 | 1 zu 4 |
| 2 | 1 zu 16.6 |
| 3 | 1 zu 72 |
| 4 | 1 zu 326 |
| 5 | 1 zu 1’551 |
| 10 | 1 zu 8’911’711 |
Zehn Richtige aus zehn kommen also etwa einmal in 8.9 Millionen Runden vor. Realistischer ist dies: Mit 10 Spots triffst du im Schnitt 2.5 Zahlen. In über der Hälfte aller Runden sind es zwei oder drei (29.5% und 26.7%). Fünf Treffer schaffst du in 5.1% der Runden, und in 4.6% triffst du gar keine.
Warum der Hausvorteil beim Keno so hoch ist
Der Hausvorteil entsteht, weil die Tabelle weniger zahlt, als die Wahrscheinlichkeit hergeben würde. Ein Rechenbeispiel mit einem Spot: Du triffst in einem von vier Fällen. Fair wäre also das Vierfache des Einsatzes. Zahlt die Tabelle nur das Dreifache, fliessen 75% der Einsätze zurück, und der Hausvorteil beträgt 25%.
Genau in dieser Grössenordnung bewegt sich klassisches Keno. In Spielbanken und bei Lotterie-Keno liegt der Hausvorteil typischerweise bei 20 bis 35%. Online-Versionen sind meist günstiger, bleiben aber deutlich teurer als Tischspiele.
Zum Vergleich: Europäisches Roulette hat 2.7% Hausvorteil, Blackjack nach den Grundregeln mit sauberer Strategie rund 0.5%. Wer 60 Runden zu CHF 2 spielt, setzt CHF 120 um. Bei 25% Hausvorteil kostet das im Erwartungswert CHF 30, beim Roulette CHF 3.24.
Dazu kommt das Tempo. Online dauert eine Ziehung wenige Sekunden, und ein hoher Hausvorteil mal viele Runden pro Stunde ergibt hohe erwartete Kosten. Mit unseren Rechnern kannst du nachrechnen, wie sich Auszahlungsquote und Rundenzahl auf ein Budget auswirken.
Heisse und kalte Zahlen: ein Mythos
Viele Keno-Spiele zeigen Statistiken an: welche Zahlen zuletzt oft kamen («heiss») und welche lange nicht («kalt»). Für die nächste Ziehung sagt das nichts aus. Jede Runde ist unabhängig, jede Zahl hat wieder genau 25%.
Dass einzelne Zahlen lange ausbleiben, ist normal. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Zahl zehn Ziehungen in Folge fehlt, liegt bei 5.6%. Bei 80 Zahlen sind somit im Schnitt vier bis fünf Zahlen gleichzeitig seit zehn Runden «kalt», ganz ohne Ursache.
Auch Muster auf dem Tippfeld, Geburtsdaten oder Quick-Pick ändern nichts. Der Erwartungswert hängt nur von der Auszahlungstabelle und der Anzahl Spots ab.
Häufige Fragen
Wie viele Zahlen sollte man beim Keno tippen? Eine mathematisch beste Anzahl gibt es nicht pauschal; sie hängt von der jeweiligen Tabelle ab. Wenige Spots bringen häufigere, kleine Treffer. Viele Spots bringen lange Durststrecken und seltene hohe Auszahlungen.
Gibt es eine Keno-Strategie, die funktioniert? Keine, die den Hausvorteil senkt. Du kannst nur die Schwankung steuern, über die Anzahl Spots und die Einsatzhöhe.
Wie hoch ist die Chance auf 10 Richtige? Bei 10 getippten Zahlen 1 zu 8’911’711.
Kann man Keno gratis spielen? Ja, mit Spielgeld in Demo-Versionen. Unter Gratis-Spiele findest du Demos, bei denen du Regeln und Auszahlungstabellen ohne Risiko kennenlernst.