Blackjack Tabelle: die Basisstrategie für jede Hand
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Eine Blackjack Tabelle beantwortet für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Dealer-Karte dieselbe Frage: Welche Entscheidung verliert auf lange Sicht am wenigsten? Sie ist kein Trick und keine Meinung. Sie ist das Ergebnis von Millionen durchgerechneter Hände. Die drei Tabellen unten gelten für die häufigste Regelvariante: mehrere Decks, der Dealer bleibt bei Soft 17 stehen, Verdoppeln nach dem Teilen ist erlaubt.
Legende: H = Hit (Karte ziehen), S = Stand (stehen bleiben), D = Double (verdoppeln; falls nicht erlaubt: Hit), P = Split (Paar teilen).
Blackjack Tabelle für harte Hände
Hart ist eine Hand ohne Ass oder mit einem Ass, das nur noch als 1 zählen kann.
| Deine Hand | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | A |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5–8 | H | H | H | H | H | H | H | H | H | H |
| 9 | H | D | D | D | D | H | H | H | H | H |
| 10 | D | D | D | D | D | D | D | D | H | H |
| 11 | D | D | D | D | D | D | D | D | D | H |
| 12 | H | H | S | S | S | H | H | H | H | H |
| 13–16 | S | S | S | S | S | H | H | H | H | H |
| 17–21 | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
Weiche Hände (Ass zählt als 11)
| Deine Hand | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | A |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A,2 (Soft 13) | H | H | H | D | D | H | H | H | H | H |
| A,3 (Soft 14) | H | H | H | D | D | H | H | H | H | H |
| A,4 (Soft 15) | H | H | D | D | D | H | H | H | H | H |
| A,5 (Soft 16) | H | H | D | D | D | H | H | H | H | H |
| A,6 (Soft 17) | H | D | D | D | D | H | H | H | H | H |
| A,7 (Soft 18) | S | D | D | D | D | S | S | H | H | H |
| A,8 / A,9 | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
Sonderfall Soft 18: Darfst du nicht verdoppeln, etwa weil du schon drei Karten hältst, bleibst du gegen 3–6 stehen statt zu ziehen.
Paare
| Dein Paar | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | A |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A,A | P | P | P | P | P | P | P | P | P | P |
| 10,10 | S | S | S | S | S | S | S | S | S | S |
| 9,9 | P | P | P | P | P | S | P | P | S | S |
| 8,8 | P | P | P | P | P | P | P | P | P | P |
| 7,7 | P | P | P | P | P | P | H | H | H | H |
| 6,6 | P | P | P | P | P | H | H | H | H | H |
| 5,5 | D | D | D | D | D | D | D | D | H | H |
| 4,4 | H | H | H | P | P | H | H | H | H | H |
| 3,3 | P | P | P | P | P | P | H | H | H | H |
| 2,2 | P | P | P | P | P | P | H | H | H | H |
So liest du die Tabelle
Die Zeile ist deine Hand, die Spalte die offene Karte des Dealers. Bildkarten zählen als 10. Geh immer in dieser Reihenfolge vor:
- Paar? Dann zuerst in die Paar-Tabelle. Steht dort kein P, behandelst du die Hand als normale Summe.
- Ass, das als 11 zählt? Dann die Tabelle für weiche Hände.
- Alles andere: harte Hände.
Ein Beispiel. Du hältst A,7, der Dealer zeigt eine 9. Soft 18 klingt nach einer fertigen Hand, die Tabelle sagt H. Du ziehst eine 5 und hast jetzt eine harte 13, weil das Ass nur noch 1 zählen kann. Neue Zeile: 13–16 gegen 9, wieder H. Nach jeder Karte liest du also neu ab.
Das Muster hinter den Zellen ist schnell erkannt. Zeigt der Dealer 2 bis 6, überkauft er sich häufig. Du bleibst mit schwachen Händen stehen und verdoppelst mit guten. Zeigt er 7 oder höher, rechnest du mit einer fertigen Hand bei ihm und musst selbst etwas bauen. Warum das so ist, steht ausführlich im Guide zur Blackjack-Basisstrategie.
Wie viel die Tabelle bringt
Unter den genannten Regeln sinkt der Hausvorteil mit perfekter Basisstrategie auf rund 0.5%. Wer nach Gefühl spielt, liegt typischerweise bei 2% oder mehr. Auf 100 Hände à CHF 10 gerechnet ist das ein erwarteter Verlust von etwa CHF 5 statt CHF 20.
Wichtig für die Ehrlichkeit: 0.5% ist immer noch ein Minus. Die Tabelle macht Blackjack nicht zu einem Gewinnspiel, sie macht es nur zum günstigsten Spiel am Tisch. Und sie gilt nur, wenn die Regeln stimmen. Zieht der Dealer bei Soft 17 noch eine Karte, ändern sich einzelne Zellen (zum Beispiel wird 11 gegen Ass zum Double) und der Hausvorteil steigt um rund 0.2 Prozentpunkte. Zahlt ein Tisch für einen Blackjack nur 6:5 statt 3:2, kostet das etwa 1.4 Prozentpunkte zusätzlich. Das gleicht keine Tabelle mehr aus.
Die 3 teuersten Abweichungen
- 10 und 11 nicht verdoppeln. Mit einer 11 gegen eine 6 bist du klarer Favorit. Wer nur zieht statt zu verdoppeln, halbiert seinen erwarteten Gewinn in genau der Situation, die das Spiel günstig macht.
- Soft 18 als fertige Hand behandeln. Gegen 9, 10 oder Ass verliert 18 öfter, als sie gewinnt. Ziehen kann die Hand nicht ruinieren, weil das Ass zur 1 wird. Gegen eine 9 kostet Stehenbleiben grob 8 Rappen pro eingesetztem Franken.
- Mit 12 bis 16 gegen 7 oder höher stehen bleiben. Die Angst vor dem Überkaufen ist verständlich, aber der Dealer macht mit einer 7 in rund drei von vier Fällen eine fertige Hand. Mit 16 gegen 7 verschenkst du durch Stehen etwa 6 bis 7 Rappen pro Franken.
Tabelle üben, bis sie sitzt
Niemand lernt 240 Zellen auswendig. Beginn mit den harten Händen, das sind sieben Zeilen. Dann die Paare, zuletzt die weichen Hände. Lass die Tabelle neben dem Spiel offen und spiel in der kostenlosen Blackjack-Demo mit Spielgeld, bis du nicht mehr nachschauen musst. Für mehr Wiederholungen pro Minute eignet sich Multihand Blackjack mit mehreren Händen gleichzeitig.
Häufige Fragen
Gilt die Blackjack Tabelle für jedes Spiel? Für die grosse Mehrheit der Zellen ja. Bei anderen Regeln (ein Deck, Dealer zieht bei Soft 17, kein Verdoppeln nach dem Teilen) ändern sich einzelne Randfälle. Die Kernregeln bleiben gleich.
Darf man die Tabelle beim Spielen benutzen? Online und in jeder Demo ohnehin. In vielen Spielbanken sind Strategiekarten am Tisch geduldet, solange du das Spiel nicht aufhältst.
Was mache ich bei D, wenn ich nicht verdoppeln darf? Ziehen. Einzige Ausnahme ist Soft 18 gegen 3–6, dort bleibst du stehen.
Warum fehlt die Versicherung in der Tabelle? Weil die Antwort immer gleich lautet: ablehnen. Die Insurance-Wette hat über 7% Hausvorteil.
Ist die Tabelle dasselbe wie Kartenzählen? Nein. Die Basisstrategie betrachtet nur deine Hand und die Dealer-Karte. Kartenzählen verfolgt zusätzlich alle bereits gespielten Karten und ist bei Online-Spielen, die jede Hand neu mischen, wirkungslos.